Saisonabschluss 2015 mit dem Landesfamilienturnier in Karlsruhe

Am 26. September 2015 trafen sich in Karlsruhe Gorodkispielerinnen und -Spieler aus Baden-Württembergischen Sportvereinen zum diesjährigen Familienturnier auf der Wolfgang Bürger Gorodkianlage in Oberreut.
Derartige Veranstaltung zum Saisonabschluss wird bereits seit einigen Jahren in Karlsruhe organisiert und hat sich zu einem der beliebtesten Turnieren für die baden-württembergische vereine etabliert. Die Besonderheit des Familienturniers besteht darin, dass es nur Familienpaare in dem Wettbewerb starten. Dabei können nicht nur Ehepaare, sondern auch Geschwister oder Eltern mit Kindern bzw. Großeltern mit ihren Enkelkindern zusammen spielen. Auch wenn die Paare je nach Besetzung in verschiedenen Kategorien starten, wird die Spannung auf dem Spielplatz dadurch nicht kleiner.
"Zu unserem traditionellen Familienturnier kommen wir jedes Jahr mit großen Erwartungen, nicht nur sportlich gute Platzierung zu erreichen, sondern eine tolle Atmosphäre zu erleben und zahlreiche Freunde zu treffen", erfreute sich Svetlana Dieser von der SG Reutlingen, die mit ihrem Mann und mit 15 weiteren Vereinskameraden an dem sonnigen Samstag nach Karlsruhe anreiste.
Einen viel längeren Anreiseweg hatten Sergey und Tetyana Pervushin aus Norderstedt in Schleswig Holstein hinter sich. Sie kamen zum ersten Mal nach Karlsruhe und bereuten die 650 Km-lange Anreise keineswegs. "In unserem kleinen Verein in der Nähe von Hamburg haben wir noch keine optimalen Bedingungen fürs Gorodkitraining. Deswegen genießen wir heute die tollen Spielbedingungen und die Stimmung hier. Bei uns im Norden gibt es bisher nur ein Paar Vereine, in denen Gorodki gespielt wird, deswegen fehlt uns so einen intensiven Erfahrungsaustusch wie hier und heute. Trotzdem organisieren wir bei uns im Verein regelmäßig offene Spielveranstaltungen und Turniere und werden einige Ideen und Erfahrungen aus Karlsruhe mit nach Hause nehmen und sie in unsere Arbeit vor Ort einsetzen", so Sergey Pervushin.
Edwin Feser aus Karlsruhe war am Ende des Turniers mit dem Ablauf und Beteiligung der angereisten Gäste ganz zufrieden: "Wir bieten bei unseren Familienturnieren neben dem Eurogorodki auch Spielmöglichkeiten im Finnischen Wurfspiel Kyykka und Schwedischen Kubb, so dass jeder für sich eine attraktive Spielmöglichkeit finden kann. Natürlich stehen dabei Eurogorodki im Mittelpunkt und wenn es noch zu einer familiären Angelegenheit wird, macht es noch mehr Spaß. Künftig möchten wir gerne auch Boule-Spiel als ein weiteres interkulturelles Spielangebot in unserem Programm etablieren. Unsere Gorodki-Freunde vom Boule Club Friedrichshafen werden uns dabei sicher unterstützen", sagte Feser, der selbst beim Familienturnier mit seinem zehnjährigen Enkelsohn neben dem Eurogorodki auch das Kubb spielte. 
Nach dem Turnierabschluss und der Siegerehrung tauschten sich die Beteiligte aus Schwäbisch Gmünd, Meersburg, Friedrichshafen, Oberndorf, Reutlingen und Karlsruhe noch lange beim Kaffee und Kuchen untereinander zu verschiedenen Themen aus, bevor sie sich auf dem Heimweg machten. Spätestens beim nächsten Gorodkiturnier wollen sie sich wieder sehen, um miteinander zu spielen und zu sprechen.