Winter Beach-Gorodki im Norden

Vor vier Jahren hat man zum ersten Mal über das Gorodki im Norden des Deutschlands in Schleswig Holstein gesprochen.
Zuerst war Edwin Feser - der Gorodki-Experte aus Karlsruhe -zu Gast in Kiel, um sein Wissen und Erfahrungen mit Kollegen dort zu teilen. Damals gab es nur eine Vision, das Gorodki-Spiel auch im Norden attraktiver zu machen und weitere Standorte für diesen Sport zu gewinnen.„Als ich zum ersten Mal die schönen Strände an der Kieler Förde gesehen habe, wusste ich gleich, dass es einer der besten Orte ist, Gorodki zu spielen“, erinnert sich Edwin Feser gerne an seinen ersten Besuch in Kiel. „Wie es aussehen könnte, hat damals noch niemand gewusst und auch ich nicht. Bisher hat man Gorodki nur auf einem festen Boden gespielt.“
Dieser Gedanke saß aber fest in seinem Kopf bis er ein halbes Jahr später bei einem Urlaub in Italien auf eine Idee gekommen war, eine Beach-Variante für dieses Spiel zu erfinden.
Inzwischen wurden in der Kieler Bucht zwei Beach-Gorodki-Camps mit bundesweiter Beteiligung und über 30 Teilnehmern erfolgreich organisiert, bei denen auch die Vision von Edwin Feser etwas mehr an Gestalt gewonnen hat. Die Kieler Woche, mit ihrem bunten und vielseitigem Programm und vielen tausenden Besucherinnen und Besuchern bietet für diese Veranstaltungen eine sehr attraktive Kulisse. Bei diesen Veranstaltungen konnten sich alle Campteilnehmer mit dem Gorodki-Spiel vertraut machen, diskutierten über verschiedene Einsatzmöglichkeiten und Organisationsformen. Ein wesentlicher Bestandteil dieser beiden Veranstaltungen stellte natürlich das Beachgorodki dar.  Zusammen mit allen Beteiligten wurde die neue Spielvariante und neue Materialien ausprobiert und Erfahrungen gesammelt.
„Es ist ein neuer Entwicklungsprozess für das Gorodkispiel, das wir gerne auch in unserem Bundesland unterstützen. Spielen auf einem Strand könnte ganz verschiedene Bevölkerungsgruppen ansprechen, was wir für unsere integrativen Angebote nutzen könnten“, unterstützt Karsten Lübbe – Programmleiter „Integration durch Sport“ in Schleswig Holstein diese Spielidee.
Zur Vorbereitung auf das nächste Beachcamp im kommenden Sommer organisierte der Landessportverband Schleswig Holstein am 8. Februar ein Beach-Gorodki-Seminar in einer Sandsporthalle und luden Gorodkitrainer aus Schleswig Holstein, Berlin und Niedersachsen ein. „Es war eine tolle Gelegenheit, weitere Spielmodalitäten auszuprobieren und neue Materialien einzusetzen“, freute sich Edwin Feser, der hier als Experte auch vor Ort war. „Wir erprobten hier zum ersten Mal eine ganz neue Variante, um Beachgorodki zu spielen und konnten ganz gute Erfahrungen damit machen. Sie ermöglicht uns doppelt so viele Teilnehmer an einem Spielplatz gleichzeitig spielen zu lassen“, freuten sich Edwin Feser und  ein Dutzend weiterer Seminarteilnehmerinnen und Teilnehmer über die ganz gelungene Veranstaltung. Bereits jetzt freuen sie sich auf ihr nächstes Wiedersehen bei der kommenden Kieler Woche, wo in der Kieler Förde auf dem Strand vor hunderten Segelschiffen und Tausenden Besucher sie ihr Lieblingsspiel wieder miteinander spielen und weitere Leute somit begeistern können.