Neue Gorodki-Anlage in Jena eingeweiht 

Gorodki-Spielanlage im Sportpark Lobeda eingeweiht. Sport kommt aus Russland und nordischen Ländern und möchte in Jena viele Freunde gewinnen. WSG Lobeda ist Ansprechpartner für Interessenten.

Noch kennen diesen neuen Sport in Jena nur sehr wenige. In Russland wie auch in anderen Ländern wie die Ukraíne, Schweden oder baltischen Ländern hat das alte russische Wurfspiel Gorodki viele Anhänger. Auch immer mehr deutsche Sportvereine entdecken das Spiel für sich und nehmen es in ihr Angebotsprogramm auf. Diese Option wird auch in Jena angestrebt. Passend dazu wurde am 15. Juni im neu sanierten Sportplatz des Lobedaer Sportparks in der Alfred-Diener-Straße eine Spielanlage für diesen Sport eingeweiht. Sie war vom städtischen Eigenbetrieb Kommunale Immobilien Jena (KIJ) aufgrund zahlreicher Wünsche, gerade auch von in Jena heimisch gewordenen Russland-Deutschen, bei der Neugestaltung des Sportplatzes spendiert worden.
Auf zwei Spielbahnen können hier alle Interessenten das neue Spiel kennen lernen und trainieren.   
"Es gibt 16 vorgeschriebene Spielfiguren, die aus einem Spielquadrat mit einem Wurfstock geräumt werden müssen", weist Artur Keck, der das Angebot betreut in das Spiel ein. Der 69-jährige freut sich besonders darauf, dass er nun auch in Jena mit einem Trainingsbetrieb anfangen kann. Mit einer kleinen Interessenten-Gruppe konnte er bereits in anderen deutschen Städten Gorodki-Anlagen kennen lernen sowie an Turnieren teil nehmen. " Nun können wir nicht nur regelmäsig trainieren sondern auch weitere Mitstreiter für unseren Sport gewinnen", so Keck.
Auch der Ortsteilbürgermeister Volker Blümentritt hat sich für die neue Anlage bedankt und konnte bei der Eröffnung das neue Spiel ausprobieren. "Das neue Angebot ist nicht nur eine willkommende Freizeitgestaltung für unsere Bürgerinnen und Bürger sondern auch ein wichtiges Zeichen für die Integrationarbeit in unserer Stadt", stellte er in seiner Begrüßungsrede fest.
"Die Gorodki-Anlage in Jena ist zwar die erste in Thüringen, aber sie kann beispielhaft für integrative Bewegungsangebote für andere Kommunen und Sportvereine dienen", freut sich Gerald Gehlich vom Landessportbund Türingen, der offene integrative Sportangebote in Jena betreut. "Wir würden uns sehr freuen, wenn das neue Spiele weitere Anhänger findet und würden uns dafür einsetzen".