Der erste Kontakt mit der Sportart Gorodki

„Gar nicht so leicht“ oder „Sieht leichter aus als es ist“, waren die ersten Kommentare Karlsruher Studenten, bei ihrem ersten Kontakt mit der Sportart Gorodki. Zu Beginn der einstündigen Veranstaltung „Integration durch Sport“ des Seminars „Zielgruppenspezifisches Handeln“ hatten die Seminarteilnehmer noch Schwierigkeiten, die fünf zu verschiedenen Figuren aufgebauten Holzklötzchen mit dem Wurfstock zu treffen.


Nach einer Einführung durch den Karlsruher Gorodkiexperten Edwin Feser, der erläuterte, dass eine ausgefeilte Wurftechnik kombiniert mit Zielgenauigkeit zum Erfolg führt, stieg die Trefferquote deutlich an. Am Ende konstatierte denn auch Jonas Böhme, einer der Studenten des Masterstudiengangs „Sport und Bewegung mit Kindern und Jugendlichen“ der Uni Karlsruhe: „Nachdem wir den Bewegungsablauf ein paar Mal geübt hatten und Edwin den einen oder anderen Verbesserungshinweis gab, waren wir ziemlich schnell in der Lage, die Klötzchen abzuräumen. Der Spaßfaktor war auf jeden Fall recht hoch.“
Roman Marhulis vom Schul- und Sportamt Karlsruhe, der die Veranstaltung im Stadion der Uni gemeinsam mit Edwin Feser begleitete, bemerkte: „Die jungen Leute haben sich für´s erste Mal schon ganz gut angestellt“. Neben den sportpraktischen Inhalten erläuterte Edwin Feser den 14 Masterstudenten auch die integrativen Potentiale der in Deutschland noch jungen Sportart und den darauf gründenden Einsatz in der Integrationsarbeit. Dabei wird das ursprünglich aus Russland stammende Spiel in verschiedenen Projekten als Medium für die Gewinnung von Zuwanderern in den organisierten Sport genutzt und darüber Integrationsprozesse angestoßen und unterstützt.

Ein gutes Beispiel dafür ist der FV Grünwinkel. Zu Beginn hatten Zuwanderer ohne Vereinsanbindung auf einem nicht mehr genutzten Tennisplatz Gorodki gespielt. Inzwischen ist diese Gruppe als eigenständige Abteilung in den FV Grünwinkel integriert worden.

Nach dem erfreulichen Auftakt der Seminarveranstaltung Mitte Januar denken die Verantwortlichen nun darüber nach, das Thema Integration regelmäßig an der Uni und der Fachhochschule Karlsruhe zu vermitteln, und Multiplikatoren für diesen Bereich zu sensibilisieren.